Stockholm
Montag, 21. Januar 2013
Was tut man eigentlich im Gesangsunterricht? Tja....einiges und ja man kann auch üben, das geht durchaus, wie komme ich zu diesem Post? Eine verzweifelte Gitarrenschülerin hat mich angefragt, ob sie das Instrument wechseln und somit zu mir in den Gesangsunterricht kommen könnte, ich hätte ja Montags jeweils eine Pause( meine Mittagspause!) sie hätte da eine Zwischenstunde und das würde doch passen...Aha....Hätte der Trompetenlehrer dort Pause würde sie nun Trompete spielen? Erste Frage an sie, wie kommt's zu diesem Umdenken? "Ich wollte schon immer singen, fand aber das Geld aus dem Fenster geschmissen für so ein wenig singen, das kann man ja auch sonst."...gut ich habe mich konzentriert und tief durchgeatmet und dann lange erklärt, dass man durchaus was lernen kann in der Gesangstunde und dass ich erwarte, dass geübt wird....tja so sieht die Welt also den Gesangsunterricht....einfach so ein wenig singen....entweder frau kann es oder eben nicht. Hmm....
Sonntag, 20. Januar 2013
Heute hab ich mal wieder "sooooo" gesungen, das bedeutet mit "klassischer Stimme", Mozartmesse... T. nennt das "sooooo"...kürzlich haben wir gemeinsam eine klassische Sängerin gehört, er schaut mich an und sagt: kannst du bitte auch mal wieder "soooo" singen? Ihm hat es heute jedenfalls gefallen mir schmerzt leicht das Ohr nachdem mir diese ambitionierte Chorsopranistin die gesamte Messe ins selbige gequäkt hat...stets etwa einen Viertelton zu tief, extrem anstrengend da zu stehen und mich nicht umzudrehen, um ihr.....Entschuldigung! So nun gibt's ausnahmsweise Sonntags Pizza denn Göttergatte kommt nach dem Orchestergastspiel endlich wieder nach Hause, war das schön endlich gesamte 90 cm Bett für mich zu haben...die anderen 90 cm hat T. beschlagnahmt und ab heute teilen wir beide uns diese wieder....wie lange wohl noch?
Mittwoch, 16. Januar 2013
Nun ist mir viel leichter ums Herz, ich habe nach langem Hin und Her ein Projekt abgesagt, tja....aber mein Göttergatte hatte recht...denn meine Ungeduld, meine schnelle Auffassungsgabe meine Arbeitshaltung sind dort nicht gefragt, denn Herr Regiesseur will hunderte von Stunden pröbeln und ausprobieren, auch musikalisch...da könnte man doch dies und das oder kannst du das so und so....ich hingegen mag konkrete Anweisungen und wenn schon gemeinsam dann bitte richtig, und ich weiss ich bin furchtbar ungeduldig beim Proben, nichts schlimmeres als stundenlanges Rumstehen, da dreh ich durch(innerlich zumindest) und weil so vieles in der Musikszene funktioniert , also langsam, suche ich mir eine neue Herausforderung, es muss doch eine Branche geben in der Ungeduld von Vorteil ist....Vorschläge?
Mittwoch, 9. Januar 2013
Alle Neujahrsaperos hinter mir, viel Gläsergeklirre...und nun hat der Alltag wieder zugeschlagen. Volltreffer! Anhäufungen von Mails von cholerischen Regiesseuren die noch mehr Proben möchten und dies und das....vielleicht sollte ich doch mal Berocca ausprobieren? Abhilfe schafft da nur noch Autos probefahren, die ich sowieso nie kaufen werde aber lustig ist es trotzdem....bei meiner Entscheidungsfreudigkeit ist schon Socken kaufen eine Katastrophe...wie bitte soll ich mich je für ein neues Auto entscheiden oder für ein neues Handy? Tja....zuerst sollte ich mich nun entscheiden ob ich weiterhin mit Herr Regiesseur zusammenarbeiten möchte oder vielleicht doch lieber abspringe....denn wie sagt mein Mann zur Frage wie ich entscheiden soll: Solche Typen wie du ( also ich) nehmen solche Engagements nicht an, weil sie sich das nicht antun möchten. Du kannst es ja als Therapie sehen. Will ich das?
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